Schafschurfest in Dernbach

Familienfest mit Beteiligung des NABU

Am Sonntag, den 29. Mai 2016 fand das zweite Dernbacher Schafschurfest statt.

Auf dem gutbesuchten Fest wurde den Besuchern auf anschauliche Weise die ökologische Bedeutung der Offenhaltung von Flächen durch Beweidung nähergebracht.  

Wie vielerorts war auch die Kulturlandschaft um Dernbach einst viel stärker von Streuobstwiesen und Beweidung geprägt. Durch die Initiative von Tierhaltern und Freiwilligen der Ortsgemeinde Dernbach wurden in den letzten Jahren Flächen im Randbereich des Ortes wieder entbuscht. Die NABU Gruppe Annweiler/Hauenstein übernahm die Pflege eines mehrere Hektar großen Wiesenbereichs am Osthang des Dernbachtals. Die Wiesen werden durch Schafe und Pferde beweidet. In Kooperation mit dem BUND soll eine verbesserte Vermarktunssituation für das geerntete Obst geschaffen werden.

Und so war auch der NABU mit einem Stand auf dem Schafschurfest vertreten und informierte zur ökologischen Bedeutung der Streuobstwiesen als Lebensraum mit einer hohen Biodiversität. Claus Börner, einer der Initiatoren des Festes stellte unserer Gruppe gelungene Aufnahmen von Vögeln zur Verfügung, die im Projektgebiet ihren Lebensraum gefunden haben. Zu ihnen gehören die Haubenmeise und der Stieglitz, der vom NABU als Vogel des Jahres 2016 gewählt wurde. Inge Imhoff präsentierte den zahlreichen interessierten Gästen Wissenswertes zu den Lebensgewohnheiten der Vögel. Anschließend gab es eine geführte Wanderung zu den Dernbacher Streuobstwiesen.

Fotos: Simeon Imhoff


Wo die wilden Tiere wohnen

Naturerlebniscamp des NABU in Rinnthal

Wilde Tiere beim NABU-Camp, Foto: NABU
Wilde Tiere beim NABU-Camp, Foto: NABU

Welche Tiere wohnen im Wald? Wie kann ich sie beobachten und ihre Spuren lesen? Und was tue ich, wenn plötzlich so ein wildes Tier an meinem Zeltplatz auftaucht?

Diesen Fragen stellten sich am Wochenende vom 27.- 28. Mai die Teilnehmer des Naturerlebniscamps der NABU Regionalstelle Süd im Tal der Generationen in Rinnthal. Die 17 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren fanden bei strahlendem Sonnenschein heraus, wie man Vögel mit dem Fernglas beobachtet und am Gesang erkennt und welche Spuren Tiere hinterlassen. Auch das Anschleichen, um Tiere aus der Nähe beobachten zu können wurde geübt.

Einige der wilden Waldbewohner ließen sich nicht lange bitten, sich zu zeigen. Und so musste das Programm kurzfristig geändert werden als ein junges Reh in der Nähe des Zeltplatzes nach seiner Mutter rief. Die Gruppe zog sich zu einer spontanen Wanderung vom Zeltplatz zurück, um dem Reh die Möglichkeit zu geben, sein Junges zu versorgen.

Doch auch danach blieb noch genug Zeit für eine Waldrallye und gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer mit Stockbrot.

Bevor es für die Teilnehmer selbst zum Schlafen in die Zelte ging, wurde noch erforscht, welche Tiere um diese Zeit erst aktiv werden. Mithilfe einer selbstgebauten Leinwand und einer Lampe wurden Nachtfalter und andere nachtaktive Insekten angelockt und bestimmt.

Am nächsten Morgen schafften dann einige Kinder beim Nistkastenbau selbst Wohnmöglichkeiten für wilde Tiere bei sich zu Hause. Andere verwandelten sich mit einer
gebastelten Maske selbst in ein wildes Tier.


Fledermausbungalows zu vermieten

Neue Quartiere für Flattertiere

Am Karfreitag haben wir dem regnerischen Wetter getrotzt und neun Fledermauskästen in unserem Projektgebiet in Dernbach aufgehängt. Bei der Auswahl der Hangplätze haben wir uns an den Empfehlungen von Fledermausexperte Heinz Wissing orientiert. Unterstützt wurden wir außerdem von Volker Platz, Sozialpädagoge am Masurenhof in Bad Dürkheim. Der Masurenhof ist eine Tagesstätte für Menschen mit psychischer Behinderung. Ein Bewohner hat die Fledermauskästen fachmännisch und gut durchdacht für uns gebaut.

Nun hoffen wir, dass die neuen Quartiere bald von Fledermäusen angenommen werden.

 

12. April 2016,

Fotos: Gunter Brauch


Rastplatz mit Aussicht

NABU spendet Dernbach eine Winterlinde und eine Bank

Foto (Gunter Brauch): Bürgermeister Harald Jenzer (links) und Hans Joachim Fette vom NABU (rechts)
Foto (Gunter Brauch): Bürgermeister Harald Jenzer (links) und Hans Joachim Fette vom NABU (rechts)
Lindenpflanzung in Dernbach
Lindenpflanzung in Dernbach

Die Ernennung der Winterlinde zum Baum des Jahres 2016 nahm die NABU-Gruppe zum Anlass der Gemeinde einen jungen Lindenbaum zu spenden. Dieser wurde am gleichen Tag von Herrn Jentzer und Helfern des NABU gepflanzt. Sommer- und Winterlinde gehören seit vielen hundert Jahren zum Bild unserer Dörfer wie keine andere Baumart. Die „Dorflinde“ war Mittelpunkt der Gemeinde, Treffpunkt für Jung und Alt. Hier wurden Trauungen und Versammlungen abgehalten. Auf öffentlichen Plätzen standen Gerichtslinden und vor dem Wirtshaus eine Tanzlinde. Die wohlriechenden Lindenblüten erfreuen uns und helfen als Tee bei Erkältung und Fieber. Aber nicht nur für uns Menschen haben Linden eine große Bedeutung. Sie bieten Bienen und Hummeln im Spätsommer Nahrung, zu einer Jahreszeit, in der die Insekten an anderer Stelle kaum noch Nektar und Pollen finden.


Nisthilfen für Schleiereulen

Mäusejäger bekommen neue Brutplätze in Dernbach

Schleiereulen sind bei vielen Menschen gerne gesehen. Nicht nur ihre elegante Erscheinung mit dem hellen Gefieder und dem herzförmigen Gesichtsschleier macht sie so beliebt, sondern auch ihr großer Appetit auf Mäuse. Leider werden sie immer seltener. Denn Schleiereulen benötigen offene Scheunen oder andere geeignete Bruplätze an Gebäuden. Um die nachtaktiven Jäger wieder anzusiedeln, hat sich unser Kassenwart Gunter Brauch in Dernbach umgehört. Und tatsächlich hat er zwei Familien gefunden, die den Eulen ein Zuhause bieten wollen. Auf dem Pfalzhof bei Bernd und Petra Fillinger wurde im Juni ein spezieller Schleiereulen-Nistkasten im Heuboden der Scheune installiert. In luftiger Höhe war die Montage eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Aber zu dritt gelang es schließlich, den Kasten marder- und katzensicher einzubauen. Der zweite Kasten fand seinen Platz in der historischen Mühle bei Susanne Theis-Schlichter und Joachim Schlichter. Nun können die Eulen also kommen. Für Nahrung wäre auch gesorgt, denn an Mäusen mangelt es in diesem Jahr nicht. Beste Voraussetzungen also.

 

7. September 2015

Fotos: Gunter Brauch

Update: Schuschu zieht um

Neue Schleiereulenkästen in Dernbach werden besiedelt

Schuschu ist eine Schleiereule, die vor einiger Zeit aus dem Gelege gefallen ist und von Tierfreunden zur Greifvogelaufzuchtstation nach Hassloch gebracht wurde. Mit viel Liebe wurde sie von Melanie Mangold und ihrem Team groß gezogen und am vergangenen Wochenende in die Freiheit entlassen. Ihr neues Zuhause ist die Scheune des Pfalzhofs in Dernbach. Familie Fillinger hatte sich bereit erklärt, einen Eulenkasten, der von der NABU- Gruppe Annweiler/Hauenstein gestiftet wurde, in luftiger Höhe unter dem Giebel aufzu-hängen. Ob es der Eule dort gefällt, wissen wir nicht. Vielleicht fliegt sie auf Nimmer-wiedersehen davon. Vielleicht fühlt sie sich aber wohl, sucht sich einen Partner und legt im Frühjahr Eier. Die vielen Mäuse im Dernbachtal, die den nachtaktiven Jägern als Futter dienen, müssen sich dann jedenfalls in Acht nehmen.

 

28. September 2015

Gunter Brauch


Fledermausnacht für Kinder

NABU-Aktion mit Übernachtung im Tal der Generationen

Herbstzeit ist Schwarmzeit – zumindest bei den Fledermäusen. Doch was bedeutet das eigentlich? Bei der Fledermausnacht der NABU-Gruppe Annweiler und der NABU Regional-stelle Süd hatten 20 Kinder Gelegenheit, dies heraus zu finden und sich mit den geheimnisvollen Flattermännern zu beschäftigen. Dafür bauten sie an einem Wochenende Mitte September 2015 ihre Zelte im Tal der Generationen in Rinnthal auf. Da Fledermäuse nachtaktiv sind und sich erst zeigen, wenn es dunkel wird, durften die Teilnehmer ausnahmsweise einmal richtig lange wach bleiben. Bevor die Dämmerung einbrach, nutzten sie die Zeit, um bei einer Rallye eine Menge über Fledermäuse zu lernen. Dabei erfuhren sie auch, dass die meisten unserer einheimischen Fledermausarten vom Aussterben bedroht sind. Um ihnen zu helfen, bauten die Kinder unter Anleitung der Naturschützer Fledermauskästen aus Holz, die sie zu Hause im Garten oder an der Hauswand aufhängen können. Die Kästen dienen den Fledermäusen als Tagesquartier.

Dann endlich konnte es losgehen. Mit so genannten Fledermausdetektoren liefen die Kinder in Kleingruppen durch den Wald und versuchten, die Rufe der Tiere einzufangen. Erst einmal hörten sie überhaupt nichts. Aber die Wanderung durch den stockdunklen Wald war Abenteuer genug. Als sie am Bahnhof von Rinnthal wieder aus dem Wald heraus kamen, erklangen aus den Detektoren plötzlich die ersten Geräusche. Besonders unter den Laternen knatterte und klickte es laut aus den Geräten. Das waren eindeutig die umgewandelten Ultraschall-Rufe von Fledermäusen! Im künstlichen Licht der Straßen-beleuchtung gibt es besonders viele Insekten, die Leibspeise der Fledermäuse. Deshalb konnten die Fledermäuse hier nicht nur gehört, sondern sogar im Flug beobachtet werden. Den ganzen Weg durchs Dorf zurück ins Tal wurde die Gruppe von den Rufen der Fledermäuse begleitet. Die Ruffrequenz ließ vermuten, dass es sich bei den meisten Tieren um Zwergfledermäuse handelte.

Zurück am Zeltplatz erwartete die Kinder ein gemütliches Lagerfeuer und ein Fleder-mausfilm im „Freilichtkino“. Wer anschließend noch hungrig war, durfte sich ein leckeres Stockbrot über dem Feuer backen. Erst nach Mitternacht krabbelten die letzten Kinder müde in ihre Zelte, während die Fledermäuse weiter schwärmten.

Foto: C. Schauroth
Foto: C. Schauroth

Ökosystem oder Waldwirtschaft?

Auf Singletrails durch die Kernzone am „Bobenthaler Knopf“

Foto: Ulrike Hoffrichter
Foto: Ulrike Hoffrichter

Wind und Hagel, Nieselregen bei 5 Grad - diese ungemütliche Wetterlage hielt 38 Naturinteressierte nicht davon ab, die zweitgrößte Kernzone im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen - den „Bobenthaler Knopf“ - näher kennenzulernen. Unter der fachkundigen Leitung von Revierförster Helmut Baaden ging es am Sonntag, den 9. Februar 2014 über drei Stunden durch die 319 ha große „Zone für natürliche Entwicklung“. Der NABU Annweiler/Hauenstein hatte zu dieser Wanderung eingeladen.

Seit 12 Jahren entwickelt sich hier die Natur weitestgehend vom Menschen unbeeinflusst, erfuhren die Zuhörer. Geschützt werden soll die Eigendynamik der natürlichen Prozesse. Dafür nehmen die 16 Kerngebiete etwa 2% des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen ein. Das entspricht etwa 38 qkm im 1780 qkm großen Biosphärenreservat.

„Hier werden die rasch wachsenden Buchen den Wald auf Kosten der Eichen erobern“, so Baaden, der die Gruppe auf einem Weg mitten durch die Kernzone führte. Obwohl hier kein Einschlag mehr stattfindet, entstehen bereits einige mit jungen Bäumen dicht bewachsene Areale. Ein für die Naturinteressierten ungewohnter Anblick. Neben dem Ziel, hier ein natürliches Ökosystem entstehen zu lassen, gäbe es aber zu bedenken, so der Förster „dass die Holzmenge auf dieser Fläche der Wirtschaft verloren geht und aus anderen Quellen ersetzt werden muss.“ Ein wichtiger Aspekt, der die Gruppe immer wieder zum Diskutieren anregte. (Ulrike Hoffrichter)


Geflammter Kardinal trifft Gartenmeister Simon

Zahlreiche Besucher informierten sich bei Streuobst-Seminar im Januar 2013 in Rinnthal

Baumschnitt in der Praxis mit Ralf Latour (Foto: C. Schauroth)
Baumschnitt in der Praxis mit Ralf Latour (Foto: C. Schauroth)

Was es bei der Anpflanzung und Pflege von Streuobst-anlagen zu beachten gibt, erfuhren die Teilnehmer eines Seminars der NABU- Gruppe Annweiler / Hauen- stein Ende Januar 2014 in Rinnthal. Ca. 50 interes-sierte Naturfreunde nutzten die Gelegenheit, sich bei den Experten des Arbeits-kreises Historische Obst- sorten zu informieren und auszutauschen. Baumschul-inhaber Herbert Ritthaler erläuterte in seinem Vortrag die Standortansprüche verschiedener alter und neuer Obstsorten und gab einen Einblick in die Veredlungspraxis. Nach einer theoretischen Einführung in den Palmer-Öschberg-Schnitt ging es am Nachmittag nach draußen auf die umliegenden Streuobstwiesen. Unter Anleitung von Ralf Latour konnten der Erziehungs- und Erhaltungsschnitt in der Praxis geübt werden. Dabei zeigte sich, dass Bäume, die schon längere Zeit nicht mehr gepflegt wurden, für Anfänger eine echte Herausforderung darstellen. Ein Tipp der Experten lautete, den Baum nach den Schnitt-maßnahmen längere Zeit genau zu beobachten, um festzustellen, wie er darauf reagiert. Dass die pflegeintensiven Streuobstwiesen nur dann langfristig erhalten bleiben, wenn auch der ökonomische Aspekt berücksichtigt wird, wurde am Abend bei der Vorstellung der Streuobstinitiative Bienwald durch Monika Paulat deutlich. Um die Vermarktung der Streuobstprodukte zu optimieren, investierte sie in eine mobile Saftpresse, die es allen Apfelbaum- und Streuobstwiesenbesitzern ermöglichen soll, ihren eigenen Saft zu keltern. Denn, und darüber sind sich die Naturschützer einig, nur wenn die Bäume auch einen Nutzen bringen, ist die Motivation groß genug, sie auch weiterhin stehen zu lassen und zu pflegen. Dabei lassen sich nicht nur leckere und gesunde Direktsäfte aus Streuobst herstellen, sondern auch Brotaufstriche, Chutneys, Dörrobst, Cidre, Liköre und Brände. Einiges davon konnten die Seminarteilnehmer zum Abschluss in gemütlichem Rahmen verkosten. Aufgrund der wachsenden Fangemeinde plant die NABU-Gruppe für nächstes Jahr wieder eine ähnliche Veranstaltung.


Jede Menge Heu

Baumpflege auf der Streuobstwiese

Schlitzohr
Schlitzohr

Der Arbeitseinsatz am 7.7.12 war wieder gelungen. Obwohl wir auch wieder nur zu Viert waren, haben wir eine Menge geschafft. Die jungen Bäumchen haben wieder Licht und Luft und auch die Schilder können wieder gelesen und betrachtet werden. Das Mähgut haben wir zusammengesammelt und zu Hocken aufgestapelt. Sollte es wieder trockener werden, haben wir so wertvolles Mulchmaterial für die Bäumchen auf einer der anderen Terrassen, auf denen es kaum etwas zu mähen gibt. Durch das Absammeln soll dieser offenbar sehr fruchtbare Wieseteil langsam magerer werden. Zum Glück müssen wir nicht alle Teile der Anlage mähen. Wir haben dafür Hilfe von diesen netten Vierbeinern.


(K)Ein Sensenkurs

Mangels Interesse kam ein angebotener Sensenkurs nicht zustande - doch lockte die morgendliche Atmosphäre auf der Wiese 4 NABU-Frauen zum Pflegen der 185 Obstbäume

Am Samstag, den 2. Juni 2012 lud die NABU-Gruppe Annweiler/Hauenstein alle Interessierten zu einem Pflegeeinsatz mit der Sense auf der Streuobstwiese „Kälbert“ in Albersweiler ein. Ab 11 Uhr sollten Anfänger und Fortgeschrittene die Arbeit mit der Sense üben und so zum Erhalt der Wiese beitragen. Neben der Wiesenpflege sollte der Einsatz auch Mut machen, einmal auf die Maschine zu verzichten. Im Mittelpunkt stand daher, den Umgang mit der Sense auszuprobieren und zu üben.

 

Doch - tja - das Interesse war nicht groß...um nicht zu sagen: kein Teilnehmer konnte begrüßt werden. Nun denn! Es war ein herrlich klarer Morgen, die Luft roch nach Erde und Frische, der Blick hinüber ins Tal war wunderschön. Natürlich ließen es sich die vier anwesenden NABU-Frauen - Elisabeth, Carmen, Heinke und Ulrike - nicht nehmen, hier oben auf der Wiese zu verweilen. Mit viel Lust an der Bewegung in der frischen Luft und mit dem guten Gefühl, sich für die Natur einzusetzen, betätigte sich jede auf Ihre Weise: Elisabeth griff zur Sense und mähte einige Bereiche frei, Carmen entfernte verwurmte Äste aus befallenen Bäumen, Heinke kümmerte sich um die jüngst veredelten Kastanienbäumchen und Ulrike entfernte zu hoch gewachsenes Gestrüpp.

Alle hatten eine Menge Spass ... waren teils konzentriert und vertieft in die Arbeit, teils lustig und ausgelassen oder in die sie umgebende stille Atmosphäre der Landschaft vertieft. Nach zwei, drei Stunden verabschiedete man sich voneinander mit dem Wissen, wieder seinen Teil für die Pflege der Obstbaumwiese beigetragen zu haben.

Ein schöner Morgen!

 

U. Hoffrichter


Wildkräuterwanderung in Queichhambach

Wie im Paradies

Das Gewitter ist abgezogen, nun geht es weiter
Das Gewitter ist abgezogen, nun geht es weiter

 

Aromatische und heilkräftige Blüten und Blätter gibt es im Frühjahr jede Menge...doch wie gehören Name und Kraut, Geschmack, Aroma und Heilkraft zueinander? Auf einer zweieinhalbstündigen Wanderung am 6. Mai 2012 durch herrliche Wiesen rund um den Trifels in Annweiler lernten die 23 Teilnehmer der NABU-Wildkräuterwanderung eine Menge hierüber. Nieselregen, Platzregen und sogar ein kurzes Gewitter konnte ihrem Interesse keinen Einhalt gebieten. Gebannt lauschten Laien und Kenner, jüngere und ältere Natur-Liebhaber der Referentin Elisabeth Freudenmacher, unterstützt von Tochter Imke.

Zu dieser wundervollen Jahreszeit wachsen einem die grünen Vitaminspender geradezu in den Mund. Wer sie sicher bestimmen konnte, durfte sie gleich an Ort und Stelle frisch verzehren oder aber auch sammeln und nach Hause tragen. Hier kann man daraus fantasievolle, gesunde Gerichte bereiten. Ebensogut können diese Schätze aber auch sorgsam getrocknet und so für die dunkele, kalte Jahreszeit aufgehoben werden. Bei einer heißen Tasse Tee kann man sich so in das Frühjahr zurückträumen.


Obstbaumschnittkurse im Februar 2012

Pressebericht

Quelle: Die Rheinpfalz, 22. Februar 2012


Kräuterwanderung am Fuße des Adelberges

Von Blüten, Blättern und Früchten

oder Warum es verboten war, am Holunderstrauch zu sägen

Löwenzahnblüte: gut für Salat und Tee
Löwenzahnblüte: gut für Salat und Tee

Wissenswertes über unsere einheimischen Wildkräuter erfuhren am Sonntag, 14. August 2011, fast 60 Teilnehmer einer Kräuterwanderung in Annweiler. Elisabeth Freudenmacher und Kathrin Braun von der lokalen Ortsgruppe des Naturschutzbundes (NABU) gaben eine Einführung in die Bestimmung und Verwendung von beliebten und bewährten, aber auch weniger bekannten Heil- und Küchenkräutern. Die Wanderung führte vom Fuße des Adelberges bis auf ein Plateau mit Aussicht auf die Burg Trifels und das Pfälzer Bergland. Unterwegs wurden die zarten Blätter der Linde probiert, die eine Bereicherung für jeden Salat darstellen. Ebenso schmackhaft waren die herzstärkenden Blätter des Weißdorns. Die beiden fachkundigen Frauen erklärten, warum es in vorchristlicher Zeit streng verboten war, einen Holunderbusch zu fällen und wie man die leckeren Blättern der Wilden Möhre sicher erkennt. Denn gerade in der Familie der Doldenblütler kann es leicht zu gefährlichen Verwechslungen kommen. Die Teilnehmer erfuhren, zu welcher Jahres- und Tageszeit bestimmte Blüten, Blätter und Früchte gesammelt werden und wie man sie anschließend verarbeitet und lagert. So ist es möglich, dass im Winter noch einmal der köstliche Duft von Linden- und Rosenblüten die Seele bewährt oder die Sommersonne in Form von Johanneskraut und Quendelblüten erstrahlt. In den blütenreichen Wiesen warteten aber noch ganz andere Überraschungen. Zwei Gottesanbeterinnen sonnten sich auf Majoran-Blüten und erregten die Aufmerksamkeit der Naturfreunde ebenso wir die farbenfrohe Raupe des Schwalbenschwanzes, die genüsslich an der Wilden Möhre knabberte. So wurde die ökologische Bedeutung naturnaher artenreicher Wegränder und Wiesen einmal mehr deutlich. Weil so ein reges Interesse an dem Thema besteht, kündigte der NABU an, im nächsten Frühjahr wieder eine Wildkräuterwanderung durchzuführen.

 

Wer nun enttäuscht ist, weil die erste Frage unbeantwortet geblieben ist, sollte bei der NABU Ortsgruppe Annweiler/Hauenstein nachfragen. Wissbegierige Köpfe und helfende Hände sind dort stets willkommen. Tel.: 06346-3580