Vogelschutz zum Mitmachen

Workshop-Reihe für Einsteiger ab Februar 2024

Die Bestände vieler Vogelarten gehen drastisch zurück. In unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft fehlt es zunehmend an Brutplätzen, Nahrung und geeigneten Lebensräumen. Durch kleine und große Vogelschutz-Projekte versuchen wir seit vielen Jahren diesem Trend entgegen zu wirken. Mit einer kostenlosen Workshop-Reihe zum praktischen Vogelschutz wollen wir nun zum Mitmachen einladen. In acht Workshops zwischen Februar und Dezember können Interessierte reinschnuppern und viel über unsere einheimische Vogelwelt lernen. Dabei geht es weniger um die individuelle Vogelfütterung im Garten, sondern vor allem um gemeinsame Artenschutzmaß-nahmen in der Natur. Die Inhalte reichen von Nistkastenbau und -kontrollen für Höhlenbrüter im Wald, über die Pflege von Steinhaufen für die seltenen Steinschmätzer in den Weinbergen bis hin zu Maßnahmen für Schwalben an Gebäuden. Da auch die Bestimmung und Erfassung von Vogelarten wichtig für ihren Schutz sind, gehören Vogelstimmenwanderungen, Exkursionen und eine Einführung in das Vogel-Monitoring ebenfalls zum Programm. Die Workshops finden in der Regel an Wochenenden oder Abenden statt und dauern zwischen zwei und vier Stunden. Angeleitet werden sie von erfahrenen Vogelschützern der NABU-Gruppen. Wer an mindesten sechs der Workshops teilgenommen hat, erhält am Ende des Jahres ein Zertifikat. Mitmachen kann jeder, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Eine gewisse körperliche Grundfitness ist hilfreich. Da die Workshops an unterschiedlichen Orten in der Süd- und Vorderpfalz stattfinden, sollten die Teilnehmer mobil sein. Weitere Informationen und Anmeldung unter nabu.sued[at]nabu-rlp.de oder 06341-31628.

Foto Feldsperling: Winfried Rusch
Foto Feldsperling: Winfried Rusch

Die Stunde der Wintervögel

Vom 5. bis 7. Januar 2024

Im Januar 2024 schlägt zum vierzehnten Mal „die Stunde der Wintervögel“.

Bei dieser bundesweiten, wissenschaftlichen Mitmachaktion kann sich jeder Vogelfreund beteiligen. Die Zählung findet vom 5. bis 7. Januar 2024 statt. Alles was Sie hierfür benötigen, ist eine Stunde Zeit, einen Zettel und einen Stift. Gezählt werden kann am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park. Die Ergebnisse können dann zum Beispiel über das Online Meldeformular dem NABU mitgeteilt werden.

 

Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Die gewonnenen Daten über die heimische Vogelwelt helfen dem NABU die Situation von Vögeln in Städten und Dörfern besser einzuschätzen. Wie wirken sich Witterungsbedingungen, die Klimakrise und Veränderungen in der Landwirtschaft auf die Vogelwelt aus? Durch die gesammelten Daten fleißiger Vogelzähler, lassen sich bereits Trends ablesen.

 

Weitere Informationen zur Aktion, zum Meldeverfahren und den bisherigen Ergebnissen erhalten Sie hier.


Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2024!

Gaukler der Lüfte gewinnt öffentliche Vogelwahl

Foto: NABU/Dominic Cimiotti
Foto: NABU/Dominic Cimiotti

Deutschland hat einen neuen Super-Vogel: 2024 ist der Kiebitz (Vanellus vanellus) Vogel des Jahres und löst damit das Braunkehlchen ab. Bei der vierten öffentlichen Wahl haben insgesamt 119.921 Menschen mitgemacht. 33.289 (27,8 Prozent) Stimmen entfielen dabei auf den Kiebitz, 27.404 (22,9 Prozent) auf den Steinkauz, 25.837 (21,5 Prozent) auf das Rebhuhn, 23.239 (19,4 Prozent) auf die Rauchschwalbe und 10.152 (8,5 Prozent) auf den Wespenbussard.

Mit dem Kiebitz haben die Menschen einen Vogel gewählt, der durch die Trockenlegung von Feuchtwiesen und eine intensivere Landwirtschaft in vielen Gegenden massiv zurückgegangen ist. Der neue Jahresvogel wird in der Roten Liste bundesweit als stark gefährdet geführt und gilt in Rheinland-Pfalz sogar als vom Aussterben bedroht. Seine rheinland-pfälzischen Restvor-kommen liegen zum größten Teil in Rheinhessen und der Pfalz.

„Kie-wit“: Der Ruf des Kiebitz hat ihm seinen Namen eingebracht. Der etwa taubengroße Regenpfeifer hat ein im Licht metallisch grün oder violett glänzendes Gefieder. Auffallend sind auch die Federholle auf dem Kopf und die breiten gerundeten Flügel. Kiebitze konnte man ursprünglich vor allem in Mooren und auf Feuchtwiesen finden. Heute haben sich Kiebitze an den Menschen und den damit einhergehenden Flächenverlust angepasst und brüten auch auf Äckern und Wiesen. Ihr Nest besteht aus einer Bodenmulde, meist legen sie vier Eier. Kiebitze sind Teilzieher: Einige überwintern bei milder Witterung in Deutschland und ein anderer Teil zieht in die Wintergebiete in Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden. Beeindruckend sind die Flugmanöver zur Balzzeit: Die „Gaukler der Lüfte“ drehen Schleifen über ihrem Revier, stürzen sich in akrobatischen Flugmanövern gen Boden und singen dabei weit hörbar. Die Kiebitz-Männchen versuchen ihre Auserwählte außerdem mit sogenanntem „Scheinnisten“ von ihren Nestbau-Qualitäten zu überzeugen: Sie scharren kleine Mulden in den Boden und rupfen Gräser. Heute machen vor allem die Entwässerung und der Verlust von Feuchtwiesen der Art schwer zu schaffen. Darum war der Slogan des Kiebitz bei der Wahl zum Vogel des Jahres: „Wasser marsch!“ Die Renaturierung von Feuchtwiesen und Mooren könnte den Rückgang der Art aufhalten. Helfen kann man dem Kiebitz auch, indem man ökologisch und regional erzeugte Lebensmittel kauft.

Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt. Der Kiebitz war 1996 schon einmal Vogel des Jahres.
Weitere Infos zum Vogel des Jahres gibt es hier


Unser NABU-Naturgarten entsteht

Der steinige Weg zum Kleinod

Mai 2023- Wie heißt es so schön: „Ein Gärtner muss mutig sein, denn er weiß nie, was unter der Erde lauert.“ Das haben wir in unserem NABU-Garten in Hauenstein auch feststellen müssen. Bei unserem Einsatz, das gepachtete Gartengrundstück in einen naturnahen Garten zu verwandeln, haben wir an diesem Tag erst einmal Eimerweise Müll, Glasscherben und anderen Unrat sammeln müssen. Trotzdem haben wir es geschafft, auch noch einige Beete anzulegen. Diese sollen bald bepflanzt werden. Es geht also weiter.


2ten Dahner Wolfstage

Aktions- und Erlebnistage rund um den Wolf

Foto: Heiko Anders
Foto: Heiko Anders

Am Samstag, 29. und Sonntag, 30. April haben der Pfälzerwald-Verein, die Verbandsgemeinde Dahn und wir vom NABU Annweiler/Hauenstein zu den 2ten Dahner Wolfstagen geladen.

 

In der Wanderhütte „Im Schneiderfeld“ konnte sich jeder umfassend über den Wolf informieren.  Hierbei war es uns wichtig, nicht nur wissenschaftlich fundiert über den Wolf zu informieren, sondern auch Fachleute wesentlicher Interessengruppen zu Wort kommen zu lassen.

 

Bei den Aktions- und Erlebnistagen waren deshalb neben Informationstafeln zum Thema, auch Nutztierhalter vor Ort. Außerdem standen die NABU-Wolfsbotschafterin Gisa Wickenhäuser, Julian Sandrini vom „Koordinationszentrum Luchs und Wolf“ (KLUWO) und Tatjana Schneider vom „Wolfspark-Werner-Freund den Interessierten Rede und Antwort.  

 

Der Spaß kam an diesen Tagen aber auch nicht zu kurz. So gab es verschiedene Bastelaktionen für Kinder sowie eine Wolf-Erlebniswanderung und Mitmachstationen.

 

Wir freuen uns über die vielen Besucher an den 2ten Dahner Wolfstagen und hoffen, dass sich jeder an diesen Tagen seine eigene Meinung zum Thema Wolf bilden konnte.


Mehr Natur im Pachtvertrag

NABU-Projekt "Fairpachten"

Foto: Kathy Büscher
Foto: Kathy Büscher

April 2023 - Wer Flächen verpachtet und sich eine naturverträgliche Bewirtschaftung durch den Pächter wünscht, kann sich von der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe beraten lassen. Im Rahmen des Projektes „fairpachten“ informiert die Regionalberaterin für Rheinland-Pfalz, Linda Trein, in einem individuellen Beratungs-gespräch ausführlich und ohne Zeitdruck, welche Naturschutz-maßnahmen für Äcker, Grünland und Streuobst in Pachtverträgen vereinbart werden können und wie die richtige Vorgehensweise beim Ändern der Pachtverträge ist.

 

Das Angebot richtet sich an Privatleute, Kommunen, Kirchen und Unternehmen. Nähere Infos gibt es unter www.fairpachten.org. Wer eine individuelle Beratung wünscht, kann sich melden unter:

0176-53 94 33 71, Linda.Trein@NABU.de.


Meldungen der Nosferatu-Spinne

Sichtungen der Nosferatu-Spinne können über die Meldeapp für die Nosferatu-Spinne gemeldet werden. Die App liefert dank Artenportrait und der Möglichkeit die bisherigen Beobachtungen einzusehen zahlreiche weitere Informationen. Die App können Sie hier aufrufen.


Das Blaue Haus

Juli 2022 - Das "Blaue Haus" am Leinbach in Dernbach wurde als „Stützpunkt" des NABU Annweiler-Hauenstein umgestaltet. Es liegt an einem viel begangenen Wanderweg. Verschiedene Infotafeln informieren über den Schutz der Artenvielfalt durch Pflanzung von Streuobstbäumen, über Schmetterlinge und über Insektenhotels. In einem Prospekthalter wird Informationsmaterial angeboten. Schauen Sie doch mal vorbei!

Foto: Gunter Brauch
Foto: Gunter Brauch

Regelmäßige Gruppentreffen

Wir treffen uns jeden ersten Freitag im Monat an wechselnden Orten. Interessierte Naturfreunde, die den NABU Annweiler / Hauenstein kennen lernen möchten, sind herzlich willkommen. Die Uhrzeit und den Treffpunkt erfragen Sie bitte bei

 

Ulrike Hoffrichter

Tel.: 0178-1883736 oder

 

Hans Joachim Fette

Tel.: 0157-50673722

 

Wir freuen uns über neue Mitglieder und ganz besonders über jede/n, der/die gerne aktiv mitmachen möchte.