Bärenbrunnerhof und Familie Dietrich mit Schwalbenplakette ausgezeichnet

Der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz hat den Pächtern des Bärenbrunnerhofs bei Schindhard die Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" verliehen. Nina und Sebastian Kill nahmen die Auszeichnung vom Vorsitzenden der NABU-Gruppe Annweiler-Hauenstein entgegen. Die "Glücksbringer" finden heutzutage immer seltener geeignete Nistmöglichkeiten und auch das Nahrungsangebot wird knapp. Beim Bärenbrunnerhof und der dort betriebenen ökologischen Landwirtschaft ohne Pestizide finden aber zahlreiche Rauchschwalben noch Einflugmöglichkeiten in die Viehställe. Pfützen und Lehm bieten den Vögeln Baumaterial für ihre Nester und ausreichend Insekten sind ebenfalls vorhanden. Die kalte Jahreszeit verbringen die Schwalben südlich der Sahara, aber im April kommen die Sommerboten zum Brüten zurück. Als Mitbewohner sind sie auf dem Bärenbrunnerhof willkommen.

 

In Dernbach hat Gunter Brauch vom Vorstand der NABU-Gruppe Annweiler-Hauenstein die vom Landesvorsitzenden und dem NABU-Präsidenten unterzeichnete Urkunde und die Plakette an Herrn Dietrich überreicht für den dankenswerten Einsatz und das Engagement im Schwalbenschutz. Auch im Haus von Familie Dietrich sind Schwalben willkommen!

Nina und Sebastian Kill vom Bärenbrunnerhof
Nina und Sebastian Kill vom Bärenbrunnerhof
Gunter Brauch überreicht Herrn Dietrich die Schwalbenplakette
Gunter Brauch überreicht Herrn Dietrich die Schwalbenplakette


Richtige Igelhilfe im Herbst

Naturnahe Gärten bieten Igeln Unterschlupf

Foto: Hubertus Schwarzentraub
Foto: Hubertus Schwarzentraub

Für Igel ist der Herbst die heiße Phase, um sich auf den Winterschlaf vorzubereiten. Jetzt fressen sie sich die nötigen Fettreserven für die kommenden Monate an. Insbesondere junge Igel sind dabei auch tagsüber unterwegs. Nur so können sie genügend Beute machen, bevor das Nahrungsangebot an Schnecken, Spinnen und Käfern knapp wird. Die Tiere legen bis zu 50 Gramm pro Woche zu. Auch wenn der Anblick ungewöhnlich ist, in den meisten Fällen besteht kein Grund zur Sorge, wenn ein Igel tagsüber durch den Garten läuft. Die Überlebenschance junger, gesunder Igel ist oft größer als häufig angenommen. Erst bei Kälteeinbruch mit Temperaturen um den Gefrierpunkt besteht für untergewichtige oder herumirrende Tiere die Gefahr, für den Winterschlaf nicht ausreichend gerüstet zu sein. Im Zweifel sollte man junge Igel einige Zeit beobachten. Wer die Jungtiere - insbesondere Leichtgewichte unter 300 Gramm - jetzt zusätzlich unterstützen möchte, der kann regelmäßig ein Schälchen Katzenfutter oder spezielles Igeltrockenfutter bereitstellen. Igel dürfen auf keinen Fall mit Milch gefüttert werden. Der Milchzucker führt bei ihnen zu schmerzlichen Koliken und krank machendem Durchfall. Junge Igel können daran sterben.

 

Igel sind laut Bundesnaturschutz besonders geschützt und dürfen deshalb gar nicht ohne vernünftigen Grund der Natur entnommen werden. Lediglich kranke, verletzte oder auffallend unterernährte Tiere stellen bedingt eine Ausnahme dar.

 

Solche für den Winterschlaf nicht ausreichend gerüsteten Tiere können der fachkundigen Hilfe eines Tierarztes oder einer Igelstation übergeben werden. Grundsätzlich sollte die Aufnahme von Igeln jedoch eine Ausnahme bleiben, sind sie als heimische Wildart doch an die hier herrschenden Witterungsbedingungen angepasst.

 

Wer einen Garten sein eigen nennt, der kann Igeln gut dauerhaft helfen, indem er das Grundstück igelfreundlich herrichtet. Gärten sind für die heimischen Stacheltiere wichtige Lebensräume. Eine naturnahe Gestaltung mit Hecken, Obstbäumen, Steinmauern oder Wiesen bietet dem Igel ganzjährig Nahrung und Unterschlupf. Der Verzicht auf Mineraldünger und chemische Bekämpfungsmittel sowie eine Bepflanzung mit heimischen Gewächsen sorgt für einen reich gedeckten Tisch. Das ein oder andere Loch im Zaun schafft freien Zugang, Kellerschächte und Gruben sollten abgedeckt und Teiche mit Rettungsplanken versehen sein. Das ideale Winterquartier lässt sich ebenfalls schnell bereitstellen: Es besteht aus einem Haufen totem Holz, Reisig und Laub.


Veranstaltungen und Aktivitäten

Für 2018 haben wir wieder ein buntes Programm zusammen gestellt. Naturkundliche Exkursionen, Wanderungen, Vorträge, Filmvorführungen und Pflegeeinsätze - für jeden ist etwas dabei. Auch in diesem Jahr findet wieder monatlich eine Schwerpunkt-Wanderung gemeinsam mit den Vogelfreunden Wasgautal statt. Hier finden Sie unsere Veranstaltungstermine.


Regelmäßige Gruppentreffen

Wir treffen uns jeden ersten Freitag im Monat an wechselnden Orten. Interessierte Naturfreunde, die den NABU Annweiler / Hauenstein kennen lernen möchten, sind herzlich willkommen. Die Uhrzeit und den Treffpunkt erfragen Sie bitte bei

 

Ulrike Hoffrichter

Tel.: 0178-1883736 oder

 

Hans Joachim Fette

Tel.: 0157-50673722

 

Wir freuen uns über neue Mitglieder und ganz besonders über jede/n der/die gerne aktiv mitmachen möchte.